Curriculum vitae

Jetzige berufliche Tätigkeit

  • Seit 2018 Ärztlicher Leiter des Ambulatoriums für Folter- und Kriegsopfer des Schweizer Roten Kreuzes in Bern
  • Professor für Religionswissenschaft an der Universität Bremen, Link: https://www.uni-bremen.de/religionswissenschaft/personen/prof-dr-dr-peter-kaiser-1
  • Mitglied des Fachreferats „Religiosität und Spiritualität“ der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie (DGPPN)
  • Senior Consultant für Mental Health-Projekte u.a. bei Malteser International
  • Psychiatrische und psychotherapeutische Gutachter- und Supervisorentätigkeit
  • Coaching für Führungskräfte internationaler Unternehmen (u.a. Zeiss, Bosch)
  • Lehrtätigkeit an Einrichtungen für Ärzte und für nichtärztliche Therapieberufe
  • Ärztliche (Psychiatrie, Tropenmedizin) und ethnomedizinische Tätigkeit in Low and Middle Income Countries, incl. Management von internationalen Projekten der Europäischen Union
  • Nationale und internationale Vortrags- und Publikationstätigkeit
  • Tätigkeit als klinischer Supervisor (Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie DGPPN)

Religionswissenschaftliche Forschungstätigkeit, Themenschwerpunkte

  • Religiöse Nahrungstabus und -präferenzen
  • Religionspsychologie
  • Wechselwirkung zwischen Religion, Gesundheit und Krankheit
  • Körperwahrnehmung, Körperlichkeit, Sexualität und Religion
  • Umgang mit Leid, Schmerz, Trauer und Tod in den Religionen, Spiritual Care
  • Flucht und Migration und religiöses Coping
  • Atheistische Religiosität und Spiritualität

Chronologisch:

Schulbildung und Berufsausbildung

1977-80 Berufsausbildung zum Koch in Stuttgart, Liederhalle

1980-83 Ernährungswissenschaftliches Gymnasium in Stuttgart

Medizinstudium

1983-91 Studium in Lübeck, Heidelberg, Tübingen

1988-89 Zwei Auslandssemester mit Famulaturen in Indien, Indonesien, Australien

1986-90 Medizinische Dissertationsarbeit am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg, Thema: Synaptophysin: Bestimmung der Primärstruktur sowie Nachweis von mRNA in neuroendokrinen Geweben

1991 Ärztliche Approbation, Promotion zum Doktor der Medizin Universität Tübingen

Geisteswissenschaftliches Studium

1991-96 Studium der Ethnologie und vergleichenden Religionswissenschaft in Tübingen (Magisterarbeit: nicht eingereicht, Thema: Einflußgrößen auf die Ernährungsgewohnheiten im ruralen Isan, Nordostthailand. (Publiziert: Kaiser 1997. Ernährungsgewohnheiten im Nordosten Thailands im Kulturvergleich. In: Diallo-Ginstl, Hrsg.)).

1996-99 Philosophische Dissertationsarbeit an der Fakultät für Kulturwissenschaften in Tübingen, Thema: Auswirkungen des religiös-weltanschaulichen Hintergrundes von Patienten auf die Therapie- und Therapeutenwahl im medizinischen Bereich

1999 Promotion zum Doktor der Philosophie, Universität Tübingen

Berufstätigkeit und Weiterbildung

1991-92 Arzt im Praktikum: Neuropathologie am Institut für Hirnforschung sowie Innerer Medizin und Mikrobiologie, am Institut und Poliklinik für Tropenmedizin, Universität Tübingen

1994-99 Weiterbildung in Dermatologie und Allgemeinmedizin; Erwerb der Bereichsbezeichnungen Umweltmedizin, Allergologie, Naturheilverfahren

2000-05 Weiterbildung in Psychiatrie und Psychotherapie, sowie Neurologie, Zentrum für Psychiatrie und Neurologie in Winnenden (Bereiche Sucht, Gerontopsychiatrie, Allgemeinpsychiatrie, Neurologie)

2005 Erwerb der Gebietsbezeichnung (Facharzt) Psychiatrie und Psychotherapie

2000-07 Lehrbeauftragter für Religionswissenschaft an der Universität Tübingen

2005-07 Oberarzt am Zentrum für Psychiatrie Winnenden, Klinik für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie

2006 Erwerb der Bereichsbezeichnung Suchtmedizin

2007 Erwerb der Weiterbildungsermächtigung für Naturheilverfahren in der Psychiatrie

2007 Habilitation für das Fach Religionswissenschaft über das Thema „Psychiatrie und Religion“ an der Universität Bremen, venia legendi

2008 Erwerb der Bereichsbezeichnung Akupunktur

2008-10 Leitender Arzt der Tagesklinik Schwäbisch Gmünd, ZfP Winnenden

2010-11 Ärztlicher Leiter der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Schwäbisch Gmünd

Zentrum für Psychiatrie Schloss Winnenden

2012-14 Chefarzt am Zentrum für Psychiatrie Winnenden mit Kliniken an 4 Standorten (180 voll- und teilstationäre Plätze). Aufbau der Klinikstandorte Ellwangen und Schwäbisch Gmünd sowie fünf allgemeinpsychiatrischer/spezifischer Institutsambulanzen.

Seit 2012 Internationale Supervisions- und Beratertätigkeit.

2015-2017 Referent für Psychiatrie und Sucht am Ministerium für Soziales und Integration, Baden-Württemberg, fachliche Zuständigkeit für die Psychosozialen Trauma-Zentren in Baden-Württemberg sowie für die Neufassung des Landespsychiatrieplan

2016-2017 Lehrtätigkeit Universität Leipzig, Fakultät für Kulturwissenschaften, Institut für Religionswissenschaft

2017-2019 Weiterbildung zum klinischen Supervisor der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie (DGPPN)

Tropen- und ethnomedizinische Tätigkeit

1991-92 Tropenmedizin am Institut und Poliklinik für Tropenmedizin, Universität Tübingen

1993 Postgraduierten-Kurs an der Mahidol-Universität Bangkok, Thailand, Erwerb des Diploma in Tropical Medicine and Hygiene (D.T.M.&H.),

Ethnologische Feldforschung in Thailand und Vietnam (Ernährung sowie Theravada-Buddhismus, Caodaiismus)

1993 Klinische Tätigkeit in Kambodscha (Gynäkologie, Pädiatrie, Leprahilfe)

1994 Katastrophenmedizinischer Einsatz in Flüchtlingslagern in Goma, Kongo (ehem. Zaire), Zusammenarbeit mit UNHCR und Nichtregierungsorganisationen (NGO)

1996 Tropenmedizinische Tätigkeit in Kalkutta und Darjeeling, Indien

1997 Dozent an der Führungsakademie der Bundeswehr Hamburg (Kooperation NGO und staatliche Organisationen)

1998 Tropenmedizinische Tätigkeit und ethnomedizinische Feldforschung in Flüchtlingslagern an der thailändisch- kambodschanischen Grenze

2000 Projektmanagement und tropenmedizinische Tätigkeit Flutkatastrophe in Mozambique

2001 Erwerb der Bereichsbezeichnung Tropenmedizin, Tätigkeit in Uganda

2002-03 Projektmanagement und tropenmedizinische Tätigkeit Langzeitflüchtlingsprojekt an der thailändisch-burmesischen Grenze (Malteser Auslandsdienst), Implementierung eines Mental Health Projektes

2006 Tropenmedizinische Tätigkeit (Mental Health Project) an der thailändisch-burmesischen Grenze (Malteser Auslandsdienst)

2011/12 Projektevaluierung “Mental Health in rural areas” in Bali, Indonesien

2013 Projektevaluierung „Mental Health in crises regions“, Kilis, türkisch-syrische Grenze, Ausbildung von Fachkräften in Psychosocial Support gemäß WHO-Richtlinien

2014 Projektevaluierung Mental Health und medizinische Nothilfe Erbil und Zahko, Irak (Kurdistan)

2016 Projektevaluierung Mental Health and Psychosocial Support, (Projekt Auswärtiges Amt) Ukraine

seit 2015 Tropenmedizinische und psychiatrische Tätigkeit (Mental Health Project) an der thailändisch-burmesischen Grenze (Malteser International), jährliche Ausbildung von Fachkräften

2019 Projektevaluierung Mental Health and Psychosocial Support, Implementierung von Telemedizin in infrastrukturschwache Gebieten (Projekt Auswärtiges Amt) Ukraine

2020 Psychological First AID, Mental Health and Psychosocial Support und Projektplanung (Malteser International) nach Explosion in Beirut, Libanon